Seminarkurs Martin Kieß
2003:  Jonas Gaiser: Castel del Monte Teil 1

Text und Bilder nach einem Vortrag zur Ausstellung in der Volksbank Kirchheim-Teck am 5.12.2003 von Jonas Gaiser.

Sehr geehrte Damen und Herren,
  sehr geehrte Gastgeber der Volksbank Kirchheim-Teck, sehr geehrter Herr Kersens,

ich freue mich sehr, dass Sie heute hierher in die Gemäuer der Kirchheimer Volksbank gekommen sind, weil Sie sich für die Architektur und das Geheimnis eines gut 150 Jahre älteren Bauwerkes interessieren, welches höchstwahrscheinlich ganz anderen Zwecken gedient hat als Finanzgeschäften - obwohl es sich für die Wissenschaft wie ein bisher nicht zu knackender Tresor verhielt - nämlich dem Castel del Monte in Apulien, im Süden Italiens gelegen, zwischen Foggia und Bari.

Ich spreche unseren Gastgebern von der Volksbank Kirchheim-Teck meinen herzlichen Dank aus, dass sie es uns ermöglicht haben, in ihrem Hause unsere Ausstellung aufbauen und diesen Vortrag halten zu dürfen.
Castel del Monte, Luftbild
Lage des Castel del Monte
Abb. 1: Luftbild vom Castel del Monte
Abb. 2: Landkarte von Süditalien mit Lage des Castel del Monte

Ich heiße Jonas Gaiser und war als ehemaliger Schüler am Ludwig-Uhland-Gymnasium hier in Kirchheim Teilnehmer am Seminarkurs 2001/2002 der damaligen Jahrgangsstufe 12, welchen mein Lehrer, Herr Martin Kieß, leitete. Dieser Seminarkurs ist Teil einer ganzen Serie, die sich mit der Geschichte mittelalterlicher Bauwerke sehr intensiv auseinandersetzt. Meine spezielle Teilaufgabe im Seminarkurs war die Erstellung eines Computerprogramms zur Berechnung und Darstellung der Planetenkonstellationen unseres Sonnensystems zu einem beliebigen Zeitpunkt und an einem beliebigen Ort der Erde.
Was das mit dem Castel del Monte zu tun hat, werden wir in diesem Vortrag noch hören.

Achtsternfigur
Abb.3: Planimetrische Luftaufnahme mit eingezeichneter Achtsternfigur
Das Castel del Monte fällt dem heute
lebenden Menschen schon durch seine besondere achteckige Form auf. Als ein außergewöhnliches Schmuckstück thront es
auf einer Erhebung jenseits aller strategisch wichtigen Straßen.

Es scheint weder durch seine Position noch durch seine Konstruktion von militärischer Bedeutung gewesen zu sein. Denkbar wäre vielleicht, dass es als Signalstation gedient haben könnte, denn die Sicht reicht bis an die Stadt Bari am Adriaufer und auch bis zu anderen Castellen im Umkreis. Man hat aber bis heute keine Funde gemacht, die darauf deuten könnten, dass es dort umfangreichere Befestigungsanlagen gegeben hat.

Es ist auch nicht nachgewiesen, ob der Erbauer und Besitzer des Castel del Monte, Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen, sich
dort aufhielt, aber wir haben die wohl begründete Vermutung dazu.

Das Bild, das Sie hier sehen, zeigt Friedrich II., so wie ihn italienische Wissenschaftler der stark beschädigten Büste von Barletta nachempfunden haben.

So wie viele mittelalterliche Burgen war Castel del Monte - nachdem seine Zeit vorüber-gegangen war - dem Verfall preisgegeben. Erst im letzten Jahrhundert hat es der italienische Staat einige Male einer Restaurierung unterzogen.

Warum wurde das Castel del Monte dann erbaut? Warum hat es diese besondere Form bekommen? Warum steht es genau an diesem abgelegenen Ort?
Mit meinem Vortrag will ich versuchen, Ihnen etwas tiefere Einblicke in das Denken und Handeln des mittelalterlichen Menschen zu verschaffen, der genau wusste, was er tat. Nur sind die Hintergründe seiner Denkweise mit dem Anbruch der neuen Zeit ebenso in Vergessenheit geraten, wie seine Bauwerke zerfallen sind.

Replikation der Büste von Barletta
Abb 4: Replikation der Büste aus dem Museo Civico, Barletta, vermutlich Friedrich II. darstellend
Die gezeigten Dias sollen Ihnen dabei ein kleines bisschen von den Eindrücken wiedergeben, die ein Reisender an diese Stelle der Welt erfährt. Viele wurden auf der Studienreise des diesjährigen Seminarkurses zum Castel aufgenommen. Die Reisegruppe brachte ihr Modell des Schlosses zusammen mit dem Ring des Tierkreises ins Castel hinein. Weitere Bilder zeigen Vermessungsarbeiten und Detailansichten des Castel del Monte.

Mit den Lichtbildern und der Musik will ich auch versuchen, Sie einzustimmen und den reinen Wortvortrag aufzulockern, denn es werden auch einige schwierig zu vermittelnde Passagen und ein längeres Zitat vorkommen. Sie dürfen gerne Fragen stellen. Im Anschluss an den Vortrag werden diese von den Seminarkursteilnehmern, von Herrn Kieß und mir beantwortet werden.

An dieser Stelle des Vortrags wurden zur Musik von Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" Dias von der Annäherung ans Castel del Monte gezeigt, entlang der kilometerweiten Landstraße. Dazu kamen noch Bilder der Aufstellung unseres Modells des Castels im Inneren des Schlosses und von Vermessungsarbeiten.

Anlass unserer Beschäftigung mit Friedrich II. und seinem Castel del Monte war eine Ausstellung im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart, welche die Ergebnisse der Karlsruher Forschungsgruppe um Wulf Schirmer und Wolfgang Zick präsentierte. Die exakte Vermessung des Schlosses und die sich daraus fast zwangsläufig ergebende Verwerfung der bisher bekannten esoterischen Theorien zum Castel del Monte hatten es unserem Lehrer Martin Kieß im Frühjahr 2001 so angetan, dass er Castel del Monte als Thema für seinen Seminarkurs 2001/2002 anbot. Es ergab sich eine Gruppe mit 16 Schülern. Andreas Götz wurde als zweiter Lehrer gewonnen, weil er sich von den naturwissenschaftlichen Aspekten, die das Thema Friedrich II. durchdringen, angezogen fühlte.

Schon Ende November 2001 war es für alle überraschend zum sensationellen Ergebnis gekommen, über das auch die Presse ausführlich berichtete. Vor allem Frau Iris Häfner vom Teckboten hatte mit ihrem Bericht "Beim dritten Fenster fanden sie geradezu Unglaubliches" unsere Entdeckung spektakulär bekannt gemacht.

Die Achteck-Form des Castel del Monte ist aller Wahrscheinlichkeit nach als steinernes Abbild der Planetenkonstellation vom 26.12.1241, dem 47. Geburtstag Friedrichs II., um 16:40 Uhr Ortszeit Castel del Monte zu sehen.

Der sagenumwobene Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wurde am Sonntag, dem 26. Dezember 1194, auf dem Marktplatz in Jesi in den Marken, in der Nähe von Ancona geboren. Dass er später so eindringlich auf seinen Geburtstag und den Geburtsort hingewiesen hat, ist für die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches einmalig. Nach dem frühen Tode seines Vaters Heinrich VI. und seiner Mutter Constanze wurde er am Pfingstsonntag 1198 in Palermo mit Zustimmung seines Vormundes, des Papstes Innozenz III. , als Dreijähriger zum König von Sizilien gekrönt. Als 20-jähriger wurde er am Jacobustag, am 25. Juli 1215 in Aachen zum Deutschen König gekrönt und schließlich am Sonntag, dem 22. November 1220, dem Tag der Heiligen Cäcilie, von Papst Honorius III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches eingesetzt.
Am 18. März 1229 - es war wieder ein Sonntag - krönte sich Friedrich selbst zum König von Jerusalem, indem er sich die Krone des Königreiches Jerusalem aufsetzte.
Auffallend ist dann, dass er im Jahre 1233 seinen 39. Geburtstag im Königreich Sizilien öffentlich feiern lässt, also acht Jahre vor seinem für uns wichtigen Geburtstag.
Man weiß, dass Friedrich II. am 28. Januar 1240 anordnete, Baumaterial zum Errichten eines Castels auf den Hügel zu schaffen, auf dem die Kapelle Santa Maria del Monte stand.
Nachdem sein größter Gegenspieler, Papst Gregor IX., am 22. August 1241 gestorben war und der am 25. Oktober gewählte Coelestin IV. ihm bereits 15 Tage später ins Grab nachfolgte, herrschte auf dem Papstthron 22 Monate lang Sedisvakanz. In dieser Zeit war Friedrich II. der unumschränkte Herrscher des Abendlandes. Erst wieder 1245 entstehen für ihn größere politische Probleme.
Um auf das Jahr 1241 zurückzukommen: Am 1. Dezember 1241 starb seine dritte Frau, Isabella von England, in Foggia und wurde in der Kathedrale von Andria, der Friedrich immer treu ergebenen Stadt, also in der unmittelbaren Nähe des damals erst geplanten Castel del Monte neben der zweiten Frau Jolande bestattet.
Man weiß, dass sich Friedrich II. im Dezember 1241 in seiner Hauptresidenz in Foggia aufgehalten hat, also wohl am Sterbebett seiner Frau zugegen war und vermutlich auch bei ihrem Begräbnis in Andria. Von dort aus waren Ausflüge zu dem nahen Hügel in der Murge, auf dem das Castel erbaut werden sollte, durchaus denkbar. Aus unserer Sicht fand dann die feierliche Grundsteinlegung von Castel del Monte in seiner Anwesenheit am 26. Dezember 1241, also an seinem 47. Geburtstag, zwischen 16 und 17 Uhr statt.

Wie eine Weihe dieser Art im 13. Jahrhundert ausgesehen haben könnte, mit repräsentativen Gästen, der Hofastrologenschar und Priestern, kann heute nicht mehr unbedingt nachvollzogen werden. Immerhin gibt es ein Zeugnis für eine astrologische Grundsteinlegung durch Guido Bonatti oder Bonatto, dem führenden Astrologen des 13. Jahrhunderts, der in jungen Jahren am Hofe Friedrichs II. sein Handwerk gelernt hatte. Der größte Kunsthistoriker des 19. Jahrhunderts, der Basler Jacob Burckhardt, berichtet, aus seiner biedermeierlichen Sicht, in seiner "Cultur der Renaissance in Italien" von 1860 folgendes:

zunächst wird allen Kindern angesehener Familien das Horoskop gestellt, und bisweilen schleppt man sich hierauf das halbe Leben hindurch mit irgend einer nichtsnutzigen Voraussetzung von Ereignissen, die nicht eintreffen. Dann werden für jeden wichtigen Entschluss der Mächtigen, zumal für die Stunde des Beginnens, die Sterne befragt. Abreisen fürstlicher Personen, Empfang fremder Gesandten, Grundsteinlegungen großer Gebäude hängen davon ab. Ein gewaltiges Beispiel der letzteren Art findet sich im Leben des oben genannten Guido Bonatto, welcher überhaupt durch seine Tätigkeit sowohl als durch sein systematisches Werk der Wiederhersteller der Astrologie im 13. Jahrhundert heißen darf. Um dem Parteikampf der Guelfen und Ghibellinen in Forli ein Ende zu machen, beredete er die Einwohner zu einem Neubau ihrer Stadtmauern und zum feierlichen Beginn desselben unter einer Konstellation, die er angab. Wenn dann Leute beider Parteien in demselben Moment jeder seinen Stein in das Fundament würfen, so würde in Ewigkeit keine Parteiung mehr in Forli sein. Man wählte einen Guelfen und einen Ghibellinen zu diesem Geschäfte. Der hehre Augenblick erschien, beide hielten ihre Steine in der Hand, die Arbeiter warteten mit ihrem Bauzeug, und Bonatto gab das Signal, - da warf der Ghibelline sogleich seinen Stein hinunter, der Guelfe aber zögerte und weigerte sich dann gänzlich, weil Bonatto selber als Ghibelline galt und etwas Geheimnisvolles gegen die Guelfen im Schilde führen konnte. Nun fuhr ihn der Astrologe an: "Gott verderbe dich und deine Guelfenpartei mit eurer misstrauischen Bosheit! Dies Zeichen wird 500 Jahre nicht mehr am Himmel über unserer Stadt erscheinen!" In der Tat verdarb Gott nachher die Guelfen von Forli, jetzt aber sind Guelfen und Ghibellinen hier doch gänzlich versöhnt, und man hört ihre Parteinahmen nicht mehr.
Das nächste, was von den Sternen abhängig wird, sind die Entschlüsse im Kriege. Derselbe Bonatto verschaffte dem Ghibellinenhaupt Guido da Montefeltro eine ganze Anzahl von Siegen, indem er ihm die richtige Sternenstunde zum Auszug angab. Als Montefeltro ihn nicht mehr bei sich hatte, verlor er allen Mut, seine Tyrannis weiter zu behaupten, und ging in ein Minoritenkloster. Noch lange Jahre sah man ihn als Mönch terminieren. Bonatto stieg, wenn siegverheißende Konstellationen nahten, mit Astrolab und Buch auf den Thron von San Mercuriale über der Piazza und ließ, sobald der Moment kam, gleich die große Glocke zum Aufgebot läuten. Doch wird zugestanden, dass er sich bisweilen sehr geirrt und das Schicksal des Montefeltro und seinen eigenen Tod nicht voraus gekannt hatte. Unweit Cesena töteten ihn Räuber, als er von Paris und italienischen Universitäten, wo er gelehrt hatte, nach Forli zurück wollte.

Soweit Jacob Burckhardt. - Ich fasse zusammen, dass er im Jahre 1860 dokumentierte, dass Horoskope zu Grundsteinlegungen großer Gebäude herangezogen wurden und Guido Bonatto im 13. Jahrhundert astrologisch begründete Zeremonien durchführte. Diese Belege sind für unsere Deutung des Baus von Castel del Monte von Bedeutung. -

Damit wären wir nun in der Gedankenwelt der Astrologie angelangt, die damals als Wissenschaft galt, heute von vielen belächelt und mitnichten für ernst gehalten wird. Dies ist aber ohne Belang, denn es gilt für die heutige Forschung einfach nur, sich in dieses Denken der damaligen Menschen hineinzuversetzen, um ihre Handlungsweise verstehen zu können.

Wir dürfen uns die Grundsteinweihe von Castel del Monte durchaus als seltsam aber großartig vorstellen, zumal an einem süditalienischen Spätnachmittag fünf Tage nach der Wintersonnenwende, als die Sonne gerade im Untergehen begriffen war.
Am Himmel wären dann mit fortgeschrittener Uhrzeit und aufkommender Dunkelheit Mars und Jupiter immer besser zu sehen gewesen, während Saturn, Mond und Venus erst in mehreren Stunden aufgehen sollten.

Zusammen belegten die genannten Planeten sowie Sonne und Mond an diesem Tag, am 26. Dezember 1241, zu diesem Zeitpunkt, um 16:40 Uhr, und genau an den Fundamenten des Castel del Monte sechs Ecken eines nahezu regelmäßig in den Tierkreis einbeschriebenen Achtecks.

Die Sonne stand auf 12,5° Steinbock und ging gerade im Westen unter. Im Osten stand der nicht von einem Planeten belegte 13. Grad des Krebses. Dieser Ort bestimmte nach dem Glauben der Alten den günstigsten Zeitpunkt der Grundsteinlegung. Er sollte wie jeder Grad des Tierkreises mit bestimmten Dämonen besetzt sein, die vor allem das weitere Schicksal des Schlosses bestimmten, im Oktett mit den restlichen Ecken des Achtecks.
Der aufsteigende Tierkreisgrad hieß früher Horoskop (was bedeutet "die Stunde anzeigend", von griech. horos = die Stunde und skopein = schauen). Heute wird er Aszendent genannt (aus dem Lateinischen ascendere = aufsteigen).

Auf 13° Widder stand noch eine Ecke des Achtecks scheinbar leer. Aber sie war eigentlich schon längst mit dem Glückspunkt besetzt. Der Glückspunkt hat gemäß seiner Definition genau auf diesem Platz im Tierkreis zu stehen, und nach dem Glauben der Alten hat er das Schicksal entscheidend mitzubestimmen, wie schon Claudius Ptolemäus in seinem Tetrabiblos, geschrieben in der Mitte des 2. Jahrhunderts, betonte: Neben Sonne und Mond sind Aszendent und Glückspunkt die entscheidenden Indikatoren für die Langlebigkeit von Menschen, aber auch für die Dauerhaftigkeit von Bauwerken.

Wenn ich mich nun, um diese Positionen zu veranschaulichen, ein Mal im Kreis herum drehe, und ich wäre jetzt am 26. Dezember 1241 auf dem Hügel des Castel del Monte, dann hätten sich am Himmel (bzw. unterhalb des Horizonts)

im Osten der Aszendent, (12,5° Krebs)
45° weiter Saturn, (Jungfrau / Löwe)
im Norden der Mond, (12,5° Waage)
noch einmal 45° weiter die Venus, (Schütze / Skorpion)
im Westen die Sonne, (12,5° Steinbock)
dann der Mars, (Fisch / Wassermann)
im Süden der Glückspunkt, (12,5° Widder)
und schließlich Jupiter (Zwillinge / Stier)

befunden. Sie können das anschauliche Modell dieser Sternenpositionen in Form des über zwei Meter großen Ringes in der Ausstellung sehen oder haben das bereits getan.

Warum wird in all diesen Überlegungen nun so großer Wert auf das Achteck gelegt? Was ist das besondere gerade an der Zahl acht?
Nun, seit alters her, während der ganzen Geschichte des christlichen Römischen Reiches, stand die Acht als Symbol für Christus.

Mosaik mit achtstrahligem Stern
Achtstern von Bethlehem, 5 v.Cr.
Abb 5: Mosaik mit achtstrahligem Stern
Abb 6: Achtstern von Bethlehem, 5 v.Cr.

Das Oktogramm, ein aus acht Linien in einem Zug gezogener acht-zackiger Stern, gilt als das Symbol Christi. Eine andere Variante ist die Darstellung aus vier sich kreuzenden Linien, wie im gezeigten Bild.

Konstantin der Große
Der Achtstern war in abgewandelter Form wohl auch das Zeichen, das Kaiser Konstantin der Große im Traum sah und das ihm am 28. Oktober 312 in der Schlacht an der Milvischen Brücke den Sieg verhieß. Er ließ dieses Zeichen auf den Helmen und Standarten seines Heeres anbringen und gewann die Schlacht. Daraufhin erklärte er das Christentum zur Staatsreligion.
röm. Münze mit dem Labarum
Abb 7: Kaiser Konstantin der Große   Abb 8: röm. Münze mit dem Labarum
Es gibt zahlreiche Bildwerke
 und   Münzen, die das Christussymbol zeigen. Das Zeichen aus drei sich überkreuzenden Linien kann
man sich aus den griechischen Buchstaben Chi und Rho für die beiden ersten Buchstaben des Wortes "Christus" zusammengesetzt denken, wobei die waagrechte Linie
 fehlt aber dafür links und rechts durch Alpha und Omega ersetzt ist.
Christussymbol aus Chi Rho Alpha und Omega
Abb. 9: Christussymbol aus Chi Rho Alpha und Omega

Weiter zum zweiten Teil des Vortrags