
Dass Atome nicht – wie der griechische Wortstamm vermuten lässt –
unteilbar sind, erfahren Schüler bereits in der Mittelstufe. Doch was
gibt es noch außer Protonen, Neutronen und Elektronen ? Und aus welchen
noch kleineren Bausteinen bestehen diese Teilchen jeweils ? Diesen
Themen widmete sich der Workshop „Astroteilchenphysik“, der am 11.Juli
2005 für interessierte Schüler der 11.Klassen aus dem
naturwissenschaftlichen Profil bzw. aus dem Profilfach Physik in Klasse
12 am Ludwig-Uhland-Gymnasium stattfand.

Direkt aus dem Bereich der Grundlagenforschung stand
hierzu Frau Dr. Bianca Keilhauer vom Institut für experimentelle
Kernphysik der Universität Karlsruhe den Schüler Rede und Antwort.
Schwerpunkt war hierbei das Thema „kosmische Strahlung“ und deren
Nachweismethoden.

Nach einem Einführungsvortrag am Vormittag erarbeiteten
sich die etwa 30 Schüler nachmittags gruppenweise die Herkunft der
kosmischen Strahlung, die verschiedenen Detektortypen, und den Einfluss
der Atmosphäre auf die Messung.
Beeindruckt zeigte sich Dr. Keilhauer vom Interesse und vom
Arbeitseifer der Gymnasiasten, denen sie nicht nur das reine
Fachwissen, sondern auch Anekdoten aus ihrem Forscheralltag näher
bringen konnte. Einer der wenigen geeigneten Gebiete für den Aufbau der
1600 notwendigen Detektoren der hochenergetischen kosmischen Strahlung
liegt beispielsweise mitten in der Pampa Argentiniens, für jeden durfte
ein Mädchen aus dem Umland Namenspate sein. Dadurch konnten die
einheimischen Gauchos abgehalten werden, die auf dem freien Feld
angebrachten teuren Apparaturen zu zerstören.

„Lohnenswert und interessant“, so lautete das Fazit der
teilnehmenden Schüler, die mit diesem Workshop auch einen umfassenden
Einblick in das Berufsleben von Physikern und Physikerinnen erhalten
haben.