




„Imagination is more important than knowledge“ die Bedeutung dieses Satzes wurde uns erst bewusst, als wir wirklich in den Straßen von Chicago, vor dem Sears Tower oder dem Hancock Building standen und sich Zahlen und Fakten in schwindelnde Höhen verwandelten!
Aber erst einmal zum Anfang zurück:
Im Herbst 1990 wurde der Grundstein für den USA – Austausch gelegt, als zum ersten mal 17 Schülerinnen und Schüler des LUG’s in die Staaten flogen. Verantwortlich waren damals auf amerikanischer Seite Mrs. Barmore und Mrs. Wright, die mittlerweile nach Minnesota umgezogen ist und auf deutscher Seite Frau Ferber, die auch in diesem Jahr den Austausch zusammen mit Herrn Knapp betreute!
La Crosse strebte ursprünglich eine Verschwisterung mit Kirchheim an, weil ein Vorfahre der dortigen Brauerei Heilemann aus Kirchheim stammte. Allerdings war der damalige OB nicht sonderlich von dieser Idee überzeugt.
Seit Mrs. Barmore und Frau Ferber 1990 den Austausch in die Vereinigte Staaten aufgezogen haben, fand er alle zwei Jahre mit der Central Highschool in La Crosse statt! Während auf amerikanischer Seite Mrs. Barmore (10x) und Mrs Bauer (1x) die Verantwortlichen waren, wechselten diese auf deutscher Seite, Frau Kuchs, Herr Breuer, Herr Knapp (2x) und Frau Ferber (4x), die bisher am öftesten die Reise nach Wisconsin antreten durfte!
Mrs. Bauer übernahm das Austauschprogramm 2004 von Mrs. Barmore und erhielt es somit am leben, ohne Mrs. Bauer wäre durch den Ruhestand Mrs. Barmores der Austausch wohl kaum ein weiteres mal möglich gewesen!
Die Vorbereitungen für den Austausch in diesem Jahr begannen bereits im Februar des Schuljahres 2003/04. Unserer Reise nach La Crosse ging eine Menge Arbeit voraus. größten Teils übernahmen dies unsere begleitenden Lehrer Herr Knapp und Frau Ferber, die die Schüler auswählten, uns informierten, Flüge buchten, das Matching mit Mrs. Bauer klar machten und so weiter und so fort! Den Schülern blieben nur noch schwere Aufgaben übrig, wie Koffer packen, sich von Familie und Freundeskreis verabschieden und ähnlichem!
Dann ging es am 20.Oktober 2004 in Wendlingen am Bahnhof los. Um genau zu sein fuhr unser Zug um 8.00 Uhr ab! Nächster Größerer Halt war in Frankfurt, wo wir den Zug gegen den Flug 0083 nach Chicago eintauschten. In einer Boing 767 ging es dann erst mal 9 Stunden und 20 Minuten in Richtung USA. In Chicago mussten wir auf American Eagle umsteigen und noch 1 Stunde nach La Crosse fliegen.
Mittwoch Nacht dort angekommen, begann am Donnerstag schon das Abenteuer USA.
7.40 Uhr war Schulbeginn an der Central Highschool von La Crosse am darauffolgenden Donnerstag morgen, die erste Überraschung war die freundliche amerikanische Atmosphäre, die wir zuvor am Flughafen schon kennen lernen durften. Dort wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen, die uns mit selbstgemachten Plakaten begrüßten. In der Highschool wollten die amerikanischen Schüler alles über uns und unser Heimatland wissen.
Wodurch viele Freundschaften mit einer „Fragerunde“ begannen...!
Eine der ersten Herausforderungen für uns, war die Orientierung innerhalb der Highschool, da alle Gänge gleich aussehen und alle 4 Stockwerke gleichermaßen angeordnet sind. Dazu kommt, dass jeder Lehrer sein eigenes Klassenzimmer hat und es 270 verschiedene Kurse bzw. Fächer gibt, von denen die am häufigsten gewählten Kurse unterrichtet werden.
Desweiteren gehört zu der Central High ein eigenes Auditorium für die Fachschaft Musik sowie zwei Musiksäle,
zwei große Sporthallen, ein Wrestling Raum, zwei Fitnessräume, eine Mensa und eine Cafeteria, ein Planetarium, eine Bücherei und drei Computerräume und das alles ist in das Schulgebäude integriert.
Für die Fachschaft Sport gibt es zusätzlich 4 Tennisplätze, ein Fußballfeld (Soccer), ein Baseballfeld und eine Aschenbahn.
Das Schuleigene Footballteam spielt auf dem Footballfeld der University of Wisconsin in La Crosse. Am Beispiel dieses Footballteams lässt sich das Zusammenspiel von Sport und Schule gut darstellen, denn die Spieler trainieren zum Teil von 5.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens vor der Schule und von 16.00 bis 17.15 Uhr nach der Schule! Wo bei die Einheiten im Trainingsraum noch nicht inbegriffen sind.
Zwischen all den Trainingseinheiten liegt natürlich der normale Stundenplan, den ca.
100 Lehrer und Lehrerinnen täglich aufrechterhalten und ca. 1600 Schüler unterrichten. Die auf Grund ihrer Leistung in verschiedene Leistungsstufen eingeteilt werden. Daraus resultiert die Tatsache, dass die Altersunterschiede in den Kursen groß sein können.
Wir, die deutschen Austauschschüler hatten die Möglichkeit mehrer diverse Kurse zu besichtigen und eigene Eindrücke zu gewinnen.(Chor, Astronomie, Krafttraining, Chinesisch, Joga, Band, Business, Advanced Speech,....)
Unser Aufenthalt spielte sich nicht nur in der Schule ab, wir unternahmen auch viele Ausflüge wie gleich zu beginn zu den Amish-People,
Menschen die ohne elektrischen Strom auskommen, sowie eine Ausfahrt nach Madison, der Hauptstadt Wisconsins. Madison liegt östlich von La Crosse, dort befindet sich eine fast Millimeter genaue Rekonstruktion des Capitols in Washingeton D.C..
Hier in Madison hatten wir das Vergnügen J. F. Kerry zu sehen, der damals eine Rede als Präsidentschaftskandidat hielt. Einige von uns hatten kurz zu vor die Möglichkeit G. W. Bush in La Crosse „life“ zu erleben. Für jene war es interessant den dortigen Wahlkampf auf das genauste zu beobachten. Überall zeigten die Menschen ihre Meinung offen, zum Beispiel mit Wahlschildern in Gärten und an Fenstern sowie mit persönlichen Wahlkämpfen für ihre Kandidaten am Telefon.
Ein weiteres großes Ereignis das wir erleben durften war HALLOWEEN.
Ein amerikanischer Brauch, der auch in Deutschland immer populärer wird.
„Trick or Treat“ war die Devise als wir verkleidet von Haus zu Haus zogen!
Was für uns Deutsche natürlich eine ganz
andere und sehr lustige Erfahrung war, da Halloween in den USA schon
einen ganz anderen Stellenwert hat als bei uns.![]()
In diesen knapp 3 Wochen in denen wir in La Crosse lebten gab es immer wieder interessante Situation die wir zu meistern hatten, und auch die ein oder andere Situation die unsere Gasteltern mit uns zu meistern hatten! Aber alle von uns erlebten einen Austausch, der wohl für jeden ein einmaliges Erlebnis bleiben wird.
Doch unsere Reise war noch nicht vorbei, als wir am 09. Oktober langsam wieder Richtung Flughafen in La Crosse bewegten.
Einige Tränen flossen, es wurden Freundschaften fürs Leben geschlossen.
Schade war nur, dass die amerikanischen Austauschschüler der Klasse 10
nicht am Flughafen sein konnten, da diese am nächsten Tag einen Test zu
schreiben hatten. Als dann um kurz vor 12 unser Flugzeug mit etwas
Verspätung sich über den Wolken von Wisconsin erhob, gab es viele
traurige Gesichter! ![]()
Jedoch war die Vorfreude groß auf den letzten Abschnitt unseres Austausches:
CHICAGO!
Dort sollten wir die letzten 4 Tage verbringen. Eine kleine Jugendherberge in mitten von Chicago, war unser erstes Ziel. Von einem der größten Flughäfen der Welt, O’hare, über die Metro direkt in das Herz der „Mafia-Stadt“ zur Juhe das waren unsere ersten Schritte in dieser Weltmetropole!
Beeindruckend war gleich der erste Blick als wir von der U-Bahn Station ans Tageslicht kamen und vor uns den Sears Tower in die Höhe stechen sahen. Wir besichtigten nicht nur ihn, sondern auch das Hancock Building, ein weiteres architektonisches Meisterwerk in der Stadt in der dich Wolkenkratzer erfunden wurden. An dieser Stelle wurde uns allen klar, was Albert Einsteins Satz „Imagination is more important than knowledge“, wie die Amerikaner in Übersetzten, meinte!
Und diese neue Erkenntnis traf auch auf die weitere Objekte unserer Sightseeing Tour zu: Das berühmte Hard Rock Cafe, das Shedd Aquarium, Navy Pier, Museum of Art, .....
Herr Knapp lernte im letzten Autausch einen Mann namens Craig Pfankuche kennen, der sich damals wie in diesem Austausch bereit erklärte uns eine außergewöhnliche Stadtführung zu geben. Craig ist Stadt Historiker und .... er kennt Chicago wie kaum en zweiter. Mit ihm kamen wir in Gegenden und Stadtvierteln rum, in die wir uns sonst nie getraut hätten. Nicht nur interessante Schauplätze sondern auch interessante Fakten konnte er uns näher bringen.
Trotz des engen und stressigen Zeitplanes in Chicago war noch etwas zeit zum shoppen übrig, was wir dann am Freitag, unseres Abflugtages, noch machen konnten.
Doch Punkt 19.30 ging unser Flieger am 12. November von O’hare, Chicago zurück nach Frankfurt. Mit dem Zug
zurück bis nach Wendlingen, wo unser Austausch begann und nun auch wieder enden sollte. Genauso freudig und überwschwenglich wie wir in La Crosse empfangen wurden, so wurden wir nun völlig übermüdet und fertig von unseren Familien Freunden und Freundinnen in Empfang genommen!
Damit war das Abenteuer USA – AUSTAUSCH vorerst beendet, allerdings geht es am 18. Juni 2005 mit dem Re - Exchange der Amerikaner weiter...
Wo sich folgenden 25 Schülerinnen und Schüler auf ihre Hostingpartner freuen:
Melanie Kuhlenkamp ,Vera Krauseneck, Ellen Frey, Kathrina Schmauder , Katharina Frik ,Maike Schanz, Lena Barner,Anna Szembek, Ann – Kathrin Tschütz, Stephanie Haible, Lena Sahm, Stefanie Zapf, Vanessa Stierle, Lisa Vogel, Pauline Kaiser, Marina Kuch, Felix Braun, Georg Pech, Andreas Ditinger, Holger Fritz, Marcel Mangold ,Markus Oster, Robert Elsner, Stefan Hock und Daniel Brugger
Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer freuen sich gemeinsam wieder etwas trinken gehen zu können....
© 2009 lug-kirchheim.de | Design by: Webteam LUG